Archive for 2018
Motorrad-Tuning für Behinderte
Posted by matteo in Tuning Nachrichten on Dezember 27th, 2018
In Krefeld hat sich Wilhelm Költgen auf das Tuning von Motorräder für Behinderte spezialisiert. Dies ermöglicht auch gehandicapten Personen, weiterhin auf dem Motorrad die Freiheit zu genießen.
Dem Kraftfahrzeugmeister fehlt selber seit der Geburt die rechte Hand. Schon seit Jahren hat er sich auf den Umbau von Motorrädern konzentriert, die Behinderten erlaubt, sich auf zwei Rädern fortzubewegen.
Selbst wenn seine Kunden einseitig gelähmt sind, findet der Fachmann die Möglichkeit, um den Fahrspaß wieder gewährleisten zu können. In diesem Fall wird aus dem Motorrad ein Dreirad, das auch mit einer Lähmung gefahren werden kann. Dafür werden alle Kontrollelemente auf eine Seite verlegt.
Wer nicht mit einem Dreirad fahren möchte, dem baut der Meister eine pneumatische Anlage ein, mit der das Motorrad automatisch durch zwei Stützräder vor dem Umfallen gesichert wird. In weniger als einer Sekunde können sie ausfahren und mit mehr als 200 Kilogramm Schubkraft das Zweirad sichern. Sobald das Motorrad wieder anfährt, werden die zwei Räder wieder automatisch eingefahren.
In den letzten Jahren hat Költgen schon vielen Menschen mit Behinderung geholfen. Über 4.000 Kunden hat er in den letzten Jahrzehnten wieder das Motorradfahren ermöglicht. Dafür ist mit jedem Kunden ein vorbereitendes Gespräch nötig, da jede Behinderung andere Ansprüche an das Motorrad stellt. Nur weni
ge Maschinen, die der Tüftler in den letzten Jahrzehnten umgebaut hat, ähnelten sich, bei keiner konnte er genau gleich vorgehen.
Er sieht seine Aufgabe aber noch viel umfangreicher. Da einige seiner Kunden auch durch einen Motorradunfall behindert wurden, sieht er seine Aufgabe auch in einer psychischen Kontrolle der Fahrtüchtigkeit. Wenn das Trauma des Unfalls noch nicht verarbeitet wurde, rät er seinen Kunden auch schon einmal von einem Umbau ab. Falls er nicht sicher ist, hat er ein eigenes Fahrschulmotorrad, auf dem er die Kunden auch schon einmal von einem Fahrlehrer auf ihre Fahrtüchtigkeit prüfen lässt.
Alle umgebauten Motorräder, die die Werkstatt in Krefeld verlassen, sollen sicher sein. Deswegen lässt er jedes seiner Motorräder vom TÜV Rheinland prüfen, bevor er es seinem Kunden übergibt. Er ist stolz darauf, dass keiner seiner Kunden sich bis jetzt ernsthaft auf seinen Umbauten verletzt hat.
Für viele Menschen mit Behinderung ist der Krefelder die letzte Möglichkeit, um selber wieder Motorrad fahren zu können. Viele der Modifikationen sind so geschickt entwickelt worden, dass niemand sie von normalen Motorrädern auf der Straße unterscheiden kann. Das ist für viele Kunden wichtig, da sie ihre Behinderung auf dem Zweirad vergessen möchten.
Wilhelm Költgen ist ein Motorrad-Tuner der besonderen Art – Hut ab!
Motor Tuning ist nicht für alle
Posted by matteo in Tuning Nachrichten on November 14th, 2018
Ein ganz wichtiger Aspekt beim Motorentuning sind die persönlichen Fahrkünste: Macht es Sinn, ein schon schnelles Motorrad noch schneller zu machen und welche Konsequenzen hat es?
Die heutigen Sportmotorräder erreichen locker die 200 PS Grenze und wiegen meistens nicht mehr als 200 Kilogramm. Das sind Werte, die nur richtige Profis wirklich nutzen können. Auf der Straße lassen sie sich aber auf keine Fälle nutzen, dies ist nur auf den Rennstrecken möglich.
Wenn ein modernes 1000 Kubikzentimeter-Motorrad getunt wird, dann ist es dementsprechend schwieriger zu fahren. Bei diesen Motoren liegt die maximale Leistung weit über 10.000 Umdrehungen und die müssen erst einmal kontrolliert eingesetzt werden. Die meisten normalen Fahrer werden mit getunten Motorrädern erst einmal langsamer sein als mit Serienfahrzeugen.
Bei den großen V-Twins ist es besonders in den USA üblich, durch Tuning ein paar PS mehr heraus zu holen. Die Technik dieser Motoren ist aber im Vergleich zu den aktuellen japanischen Motoren sehr grobschlächtig. Diese Motoren sind auf ein großes Drehmoment ausgerichtet und nicht unbedingt, um auf dem Nürburgring bessere Rundenzeiten zu machen.
Trotzdem ist der Tuning Markt für Harleys in den USA immens. Kunden können alles kaufen und ihre Motoren bis auf fast drei Liter aufrüsten. Der Leistungsgewinn liegt dabei noch nicht einmal über 100 PS, da die Motoren nicht auf große Drehzahlen ausgelegt sind.
In Deutschland erscheint uns dieser Tuning-Drang recht sinnlos, wir sind aber auch in Deutschland nicht viel logisc
her. Es existiert ein riesiger Tuning Markt für kleine Motoren, die für Motorroller und Kleinkrafträder benutzt werden. Es erscheint, genauso wie bei den Harleys, unlogisch, hunderte von Euros auszugeben, um ein oder zwei PS mehr aus einem Motor mit weniger als 150 Kubikzentimeter herauszukitzeln.
Schon nach kurzer Zeit wird jedem Beobachter klar, dass auch beim Motorentuning der Sinn keine große Rolle spielt. Die Leistung der Motoren wird nicht unbedingt für schnellere Beschleunigungszeiten oder Höchstgeschwindigkeiten genutzt, es ist einfach eine Möglichkeit, sich von der Masse abzusetzen.
Der Zubehörmarkt kann aufgrund dessen in drei verschiedene Sparten aufgeteilt werden. Der größte Markt sind die optischen Verbesserungen, gefolgt von den Sicherheitseinrichtungen und dann erst das Motorentuning. Der Zubehörmarkt und einige Hersteller haben sich schon lange auf die besonderen Wünsche eingestellt. Besonders bei Harley Davidson ist das Angebot von Zubehör, Kleidung und zusätzlichen Teilen riesig. Der Hersteller aus Milwaukee gibt an, dass er schon fast 50 Prozent seiner Umsätze mit dem Zubehör macht.
Andere Hersteller erreichen diese Zahlen noch bei Weitem nicht, sind aber auch auf dem besten Weg, komplette Programme anzubieten. Obwohl die Preise des Zubehörs oft viel teurer sind als vergleichbare Produkte von anderen Herstellern, verlassen sich immer mehr Kunden lieber auf die Namen der Hersteller. Die Markenaffinität der Motorradfahrer hilft den Herstellern, einen wichtigen Markt zu bedienen.
Sinnvolles Tuning
Posted by matteo in Motorentuning für Motorräder on Oktober 13th, 2018
Unter den Begriff Tuning fällt nicht nur die Verbesserung der Motorleistung. Wie auch bei den Autos, bei denen der Verbau von Spoilern auch zum Tuning gehört, gibt es auch bei Motorrädern sinnvolle Verbesserungen.
Die Vertragshändler und der Zubehörhandel bieten viele Möglichkeiten an, das Leben eines Motorradfahrers sicherer und angenehmer zu gestalten. Wie dies im Einzelnen aussehen mag, bleibt jedem selbst überlassen. Für einen ist der Fuchsschwanz der Inbegriff der Individualisierung, andere investieren lieber in eine Motorradjacke mit Airbag.
Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und letztendlich kann jeder selber entscheiden, was für ihn am wichtigsten ist. All dies bezeichne ich als sinnvolles Tuning, solange die Siche
rheit des Motorrads nicht gefährdet wird. Bei einigen Motorradmarken ist der Kult zur einzigartigen Maschine schon fast bis zum Ende ausgereizt. Verchromte Zündkerzenabdeckungen, Sitzheizungen und individualisierte Seitenabdeckungen werden schon seit Langem angeboten. Dazu kommen Socken, Shirts und Windjacken mit den Emblemen der Marke, Alles was den Motorrad-Fan glücklich macht.
Der Wunsch zum individuellen Motorrad wird von unzähligen Lieferanten kommerziell bedient. Da kann es schon einmal passieren, dass der stolze Besitzer eines Motorrads mehr für die Individualisierungen bezahlt, als für das Motorrad selber.
Jeder wie er möchte, letztendlich ist ein Motorrad Ausdruck der Persönlichkeit.
Wartung ist besser als jedes Tuning!
Posted by matteo in Motorentuning für Motorräder on September 14th, 2018

Seit meinem ersten Mofa habe ich versucht, mehr Leistung aus dem Zweirad herauszukitzeln. Mal mit mehr Erfolg und manchmal auch mit katastrophalen Konsequenzen. Und wenn das eine nicht geklappt, habe ich etwas anderes versucht. Wirklich zufriedenstellend gebracht hat aber nichts davon.
Alle technikversierten Biker werden sich schon mit dem Motorentuning beschäftigt haben und mehr oder weniger gute Erfolge erzielt haben. Bei einigen Motorrädern können schon mit kleinen Veränderungen große Erfolge erzielt werden, bei anderen ist die Veränderung einzelner Komponenten nur erfolgreich, wenn alle anderen involvierten Teile auch geändert werden. Dann kann das Tuning sehr kompliziert werden und nur mit aufwendigen technischen Mitteln erfolgreich sein.
Generell ist das Tuning von Motoren eine filigrane und langwierige Aufgabe, da ein Motor nur dann gut arbeitet, wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Es reicht nicht, einfach einen großen Vergaser oder einen offenen Luftfilter einzubauen, da sich dadurch nur de
r Verbrauch erhöht und nicht die eigentliche Leistung. Die Veränderungen müssen also gut aufeinander abgestimmt werden. Das kann seine Zeit dauern, besonders wenn die erforderlichen technischen Einrichtungen nicht zur Verfügung stehen.
Was ich also in den ganzen Jahren gelernt habe, ist: Eine gute Wartung ist viel erfolgreicher als halbherzige Veränderungen an den Motoren. Wenn alle Teile am Motorrad gut funktionieren, das Öl und die Zündkerzen rechtzeitig gewechselt werden und der Luftfilter sauber ist, dann wird die Laufleistung des Motors erhöht und die maximale Leistung des Motors steht zu jeder Zeit zur Verfügung.
Bevor das Tuning an dem Motor eines Motorrads gestartet wird, ist es wichtig, genau über die verschiedenen involvierten Komponenten Bescheid zu wissen: Welche Aufgaben und Funktionen übernehmen sie und wie stehen sie im Verhältnis zu den Modifikationen, die vorgenommen werden sollen? Nur den Vergaser oder die Einspritzanlage zu verändern, macht keinen Sinn, wenn nicht auch der Zylinderkopf und die Abgasanlage entsprechend geändert werden. Die halbherzigen
Veränderungen verursachen nur einen höheren Verbrauch und beanspruchen einige Komponenten überdurchschnittlich hoch, sodass die Laufleistung des Motors eingeschränkt wird.
Die Ingenieure bei den Herstellern machen sich viel Arbeit und Gedanken bei der Konstruktion der Motoren und entwickeln die Komponenten so, dass sie die maximale Leistung erreichen und eine optimale Laufleistung garantieren. Wir müssen die Arbeit dieser Ingenieure wertschätzen und erst dann Veränderungen vornehmen, wenn wir uns klar sind, welche Risiken wir eingehen.
Genau aus diesem Grund ist – wie schon gesagt – die Wartung einer der wichtigsten Punkte bei dem Tuning von Motoren. Je mehr Leistung ein Motor bringt, desto öfter sollten das Öl und die Filter gewechselt werden. Nur so kann eine möglichst lange Laufleistung garantiert werden.
Aus meiner Erfahrung rate ich jedem, erst genau über die Veränderungen und die Konsequenzen nachzudenken, bevor Änderungen an den Motoren vorgenommen werden. Es lohnt sich viel mehr, ein paar Euro in die Hand zu nehmen und in ein gutes Öl zu investieren.
Chiptuning
Posted by matteo in Motorentuning für Motorräder on August 8th, 2018

Die Überschrift ist eigentlich falsch, bei Motorrädern kann nicht wie bei Autos einfach ein Chip gewechselt werden. Bei Motorrädern drehte es sich in erster Linie um die elektronische Steuerung der Zündung und der Einspritzanlage.
Bei allen Motorrädern, die in den letzten 20 Jahren hergestellt wurden, wird zumindest die Zündung elektronisch gesteuert. Es handelt sich dabei meistens um ein kleines schwarzes Plastikgehäuse mit Inhalt, das häufig unter dem Sitz verbaut ist.
Damit ein Motorrad bei allen Drehzahlen die volle Leistung bringen kann, muss die Zündung bei höheren Drehzahlen früher ausgelöst werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Benzin- und Sauerstoffgemisch im Zylinder optimal explodieren kann. Je schneller der Motor dreht, desto früher muss die Zündung erfolgen.
Um dies zu gewährleisten, muss die elektronische Steuerung (CDI) einige Informationen erhalten. Das Wichtigste ist die Drehzahl, die meistens am Schwungrad mit einem Sensor erfasst wird. Weiterhin können je nach Bauart auch noch andere Informationen eingelesen werden, wie zum Beispiel die Temperatur. Moderne Motorräder steuern mit dem CDI auch die Einspritzanlage, die je nach Drehzahlbereich optimiert werden kann.
Das CDI ist also das elektronische Gehirn eines Motorrads, das dafür sorgt, dass der Motor in jedem Drehzahlbereich sauber läuft. Die Hersteller von
Motorrädern geben den Benutzern meist keine Möglichkeit, in den Ablauf einzugreifen. Die CDIs sind so voreingestellt, dass der Motor möglichst wenig Kraftstoff verbraucht, bei allen Drehzahlen rund läuft und eine möglichst lange Lebensdauer des Motors garantiert wird. Für den Standardeinsatz ist ein Motorrad damit bestens bedient.
Im Zubehörhandel werden elektronische Steuereinheiten angeboten, die es dem Benutzer erlauben, durch einen Knopf mehrere Voreinstellungen zu nutzen und mit dem Computer die einzelnen Werte der Steuerung zu manipulieren. Für normale Piloten ist dies normalerweise nicht sinnvoll. Im Endurosport zum Beispiel können die verschiedenen Einstellungen aber sehr hilfreich sein. Wenn der Untergrund schlammig und glatt ist, ist es hilfreich, wenn der Motor die Leistung sanft liefert. Bei trockenem und festem Untergrund soll der Motor aggressiv sein und die höchste Leistung liefern. Mit einer elektronischen Steuerung, die durch einen Knopf die Auswahl der einzelnen Einstellungen ermöglicht, bietet das Motorrad dem Fahrer große Vorteile.
Auch bei getunten Motoren hilft eine elektronische Steuerung, die mit dem Computer verändert werden kann, die komplette Motorleistung zu erreichen. Durch die Möglichkeit, die Zündung und die Einspritzanlage in jedem Drehzahlbereich anzupassen, können getunte Motoren optimal eingestellt werden. Für den privaten Benutzer sind diese Anlagen aber meist sinnlos.
Spritztour? Aber mit Sicherheit!
Posted by matteo in Uncategorized on August 6th, 2018
Endlich ist es wieder soweit! Der Sommer ist in vollem Gange und somit beginnt nun wieder die schönste Zeit des Jahres, um sich von seinem Auto zu verabschieden und von nun an den Asphalt mit dem geliebten Motorrad zu bearbeiten. Die wärmste Jahreszeit bietet sich dafür bestens an. Neben den perfekten Wetterbedingungen ist auch der verminderte Berufsverkehr ein Argument, um besonders an sonnigen Tagen seine Maschine auf Hochtouren zu bringen.

Allerdings sollten die sommerlichen Temperaturen und leeren Straßen Motorradfahrer nicht zu einer halsbrecherischen Fahrweise oder Raserei anstacheln. Denn es gilt weiterhin: Wer sich für zwei anstatt vier Räder entscheidet, bewegt sich im Straßenverkehr im Zweifelsfall gefährlicher als Pkw-Fahrer. Diese Aussage ist nicht nur eine der Standardfloskeln derer, die mit dem besonderen Gefühl einer Spritztour nichts anfangen können, sondern auch die bittere Wahrheit. Dies bestätigt ein Bericht des WDR aus dem Jahr 2017, bezogen auf die Aussagen des NRW-Innenministeriums, indem davon berichtet wird, dass die Zahl der tödlichen Motorradunfälle im Vergleich zu 2016 enorm angestiegen ist und besonders Fahranfänger gefährdet sind.
Daher sollten sich Motorradfahrer, trotz der Verlockung von Höchstgeschwindigkeiten, immer bewusst sein, welche Risiken die Fortbewegung auf dem Bike birgt und sich, wie auch andere Verkehrsteilnehmer, auf der Straße nicht unnötig in Gefahr bringen.
Auch sollten die erhöhten Temperaturen keine Ausrede dafür sein, auf die nötige Schutzkleidung zu verzichten und auf leichte Jeans und Pullover umzusteigen. Genauso ist der Einsatz von sicheren Motorradstiefeln nicht zu verharmlosen, da, wie viele Zweiradbesitzer immer noch unterschätzen, auch das richtige Schuhwerk bei Unfällen immens dazu beiträgt, Verletzungen zu vermeiden und sicherstellt, dass die Füße nicht zu schnell abkühlen, was im Sommer aber ein eher geringeres Problem darstellen sollte.
Wenn man dem Drang nach kühlem Fahrtwind, der einem durch die Haare gleitet, doch widersteht und man sich dazu entscheidet keinen Helm bei einer Motorradfahrt zu tragen, setzt man sich nicht nur einer erhöhten Gefahr im Verkehr aus, sondern macht sich zusätzlich vor dem Gesetz strafbar. Da nämlich das Tragen eines richtigen Motorradhelmes Teil der Straßenverkehrsordnung ist und es dementsprechend geahndet wird, wenn kein Helm vorhanden, besser gesagt: getragen wird. Allerdings ist es nicht gesetzlich festgeschrieben, dass eine zusätzliche Schutzkleidung bei Benutzung des Motorrads getragen werden muss. Wenn es im schlimmsten Fall aber zu einem Unfall gekommen ist, bei dem keine optionale Sicherheitskleidung vorhanden war, kann dies von einigen Gerichten als Mitschuld mangels Schutzbekleidung geahndet werden und Sie somit mehr belasten.
Deswegen sollte vor jeder Spritztour immer erst Wert auf die Sicherheit gelegt werden, bevor der Spaß auf der Straße beginnt.
Also wenn Sie das nächste Mal ihre Maschine aus der Garage holen, um mit den Kollegen eine Spritztour zu machen, denken Sie daran im Vorhinein, sich selbst mithilfe der passenden Ausrüstung und während der Fahrt ihr Umfeld, durch vorausschauendes Fahren, zu schützen. Damit sind Sie auch im hohen Alter noch in der Lage, so viele Touren zu machen, wie Ihre Maschine es Ihnen ermöglicht.
Neuer Bußgeldkatalog für 2018
Posted by matteo in Tuning Nachrichten on Juli 27th, 2018
Das Motorrad-Tuning kann nicht nur positive Folgen haben, besonders wenn die Umbauten nicht vom deutschen TÜV abgenommen werden.
Für das Jahr 2018 wurde eine neue Bußgeldtabelle veröffentlicht. Jetzt werden Lärm- und Abgasbelästigungen mit 10 Euro bestraft und wenn die Betriebserlaubnis durch geänderte und neue Teile erloschen ist, dann werden sogar 90 Euro fällig.
Wenn die Verkehrssicherheit durch Umbauten gefährdet wird oder die zulässigen Abmessungen des Motorrads überschritten werden, dann werden nicht nur 90 oder 60 Euro fällig, der Besitzer bekommt auch einen Punkt in Flensburg.
Deswegen ist es immer ratsam jede bauliche Veränderung beim TÜV abnehmen zu lassen. Bei vielen Teilen reicht zwar meistens eine allgemeine Betriebserlaubnis, die meisten Verbesserungen müssen aber abgenommen werden, besonders wenn es um die Motorleistu
ng geht.
Nach der Vorführung beim TÜV ist aber noch nicht alles geschafft. Auch wenn die Ingenieure keine Bedenken haben und ein positives Prüfergebnis ausgestellt haben, muss noch die Änderung im Fahrzeugschein beantragt werden.
Alle diese Vorgänge kosten Zeit und Geld. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer sich schon vor Beginn der Änderung am Motorrad Gedanken über den Aufwand und die Kosten machen. Das Risiko die Teile nicht eintragen zu lassen, kann Strafen zur Folge haben und bei einem Unfall sogar den Versicherungsschutz erlöschen lassen.
Außer den legalen Folgen kann es auch für den Motorradfahrer wichtig sein, dass die Veränderungen von den Ingenieuren des TÜVs für sicher befunden werden. Das gibt dem Piloten die Sicherheit, dass das Motorrad auch weiterhin sicher im Straßenverkehr bewegt werden kann. So können auch keine Dritten durch veränderte Teile gefährdet werden.
Tuning liegt im Trend
Posted by matteo in Tuning Nachrichten on Juni 7th, 2018
In Deutschland wurden im letzten Jahr 140.609 Motorräder verkauft. Viele dieser Motorräder werden individualisiert oder getunt.
Der Renner unter den Verbesserungen ist die Auspuffanlage. Den Besitzern ist sie einfach zu klobig oder sie wollen einen besseren Sound. Viele dieser Anlagen bieten die Möglichkeit, die Dezibelkiller auszubauen, was natürlich gegen die Vorschriften ist.
Aber auch die vielen kleinen Teile am Motorrad werden gerne ausgetauscht, um ein ganz eigenes Motorrad zu besitzen. Darunter fallen Blinker, Fußrasten oder das Lenkrad, unter vielen anderen Modifikationen.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat jetzt festgestellt, dass die Änderungen an Motorrädern immer mehr der Optik gelten und immer weniger der Motorleistung. Vi
elen Motorradbesitzer soll aber nicht bewusst sein, dass auch kleine Veränderungen die Betriebserlaubnis erlöschen lassen können.
Einer der wichtigste Punkt beim Kauf von Zubehörteilen ist die Allgemeine Betriebserlaubnis oder die EG Betriebserlaubnis, die dem Käufer die Sicherheit geben, dass das Teil auch die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllt. Teile ohne eine Betriebserlaubnis sind zwar viel billiger, können aber auch die gesetzlichen Vorschriften nicht erfüllen.
Werden die günstigen Teile verbaut, kann der Fahrer ernsthafte Probleme bekommen. Nach einem Unfall werden Motorräder grundsätzlich von der Versicherung untersucht. Selbst wenn das Teil nicht für den Unfall verantwortlich ist, kann die Versicherung den Versicherungsschutz erlöschen lassen und Zahlungen verweigern.
Die Öhlins-Geschichte
Posted by matteo in Alles über Tuning on Mai 17th, 2018
Kenth Öhlins war ein passionierter Motocross-Fahrer in den 1970er Jahren. Es wunderte ihn, dass die Fahrwerke der Motorräder in dieser Zeit nicht auf dem gleichen technischen Niveau waren wie die Motoren.
In der Werkstatt seines Vaters hatte er die Möglichkeit, die Stoßdämpfer der Motocross-Motorräder auseinander zu nehmen. Er erkannte, dass die normalen Stoßdämpfer nicht für die Ansprüche der Fahrer ausgelegt waren. Er fing an, einen Stoßdämpfer zu entwickeln, der seinen eigenen Ansprüchen gerecht wurde. Dafür nutzte er hochwertige Rohmaterialien und stellte eine exakte Produktion sicher.
Er gründete 1976 Öhlins Racing und konnte mit dem Team schon im zweiten Jahr die Weltmeisterschaft gewinnen. Öhlins stellte bis dahin nur Stoßdämpfer für Motocross- und Enduro-Motorräder her und unterstützte die Fahrer auch während der Wettbewerbe.
Erst viel später entwickelte Öhlins auch Stoßdämpfer für die schnelleren Straßenmotorräder. Auch in dieser Sparte war das U
nternehmen durch die große Qualität und die Unterstützung der Fahrer sehr erfolgreich. Der Ruf der Marke verbreitete sich sehr schnell, sodass Öhlins Dämpfer heutzutage zu den besten Dämpfern der Industrie gehören.
Durch den großen Erfolg bei den Zweirädern wurde der Sprung zu den Autos viel einfacher. In kurzer Zeit etablierte sich das Unternehmen bei den Tourenwagen und in der Formel 1. Für Modena Lamborghini wurde das erste erfolgreiche Öhlins Fahrwerk in der Formel 1 entwickelt.
Die Qualität der Stoßdämpfer und die außergewöhnliche Präzision der Produkte haben viele professionelle Fahrer in den letzten Jahren überzeugt und viele Hersteller bauen heute die Produkte der Marke in ihren hochwertigen Serienfahrzeugen ein. Mit dem TTX Konzept und den konstanten Weiterentwicklungen hat das kleine Unternehmen den Markt in kurzer Zeit erobert. Heute gehören Öhlins Stoßdämpfer zu der Grundausstattung jedes Rennstalls.
Warum erlischt der Versicherungsschutz durch das Tuning?
Posted by matteo in Alles über Tuning on April 19th, 2018
Bei jedem Umbau riskiert der Besitzer, die allgemeine Betriebserlaubnis zu verlieren. Warum dies so ist, soll der folgende Text erklären.
Jeder Hersteller, der in Deutschland Motorräder für den Straßenverkehr verkauft, muss eine allgemeine Betriebserlaubnis beantragen. Die bestätigt, dass das Fahrzeug den deutschen Standards und Gesetzen entspricht. Aufgrund der Betriebserlaubnis kann das Fahrzeug in Deutschland zugelassen und benutzt werden.
Durch Veränderungen an dem Fahrzeug kann die Allgemeine Betriebserlaubnis aber entzogen werden. Das gilt für:
- den Umbau der Abgasanlage, der die Lautstärke und die Abgase verändert. Dadurch soll verhindert
werden, dass das Fahrzeug nicht lauter wird und die Umwelt nicht mehr schädigt als das Serienfahrzeug. - Veränderungen, durch die eine Gefährdung im Straßenverkehr entstehen. Das kann durch Veränderung der Bremsen, Reifen und Federung, usw. entstehen.
- Umbauten, die die Leistung oder Art des Fahrzeugs ändern.
Alle Teile, die eins der vorher genannten Probleme auslösen, müssen eine allgemeine Betriebserlaubnis haben oder durch den TÜV genehmigt werden. Es reicht aber nicht nur, die ABE zu besitzen, sie müssen auch eingetragen werden. Die lokalen Prüfstellen geben gerne Auskunft über die Teile, die eingetragen werden müssen und die Teile, für die es reicht, eine allgemeine Betriebserlaubnis zu besitzen.