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Die Geschichte des Tunings

Der Begriff Tuning stammt aus der Musik und beschreibt den Vorgang des Stimmens der Instrumente. Aus den 1960er Jahren ist bekannt, dass die Techniker von Yamaha die Musikabteilung um Hilfe baten, damit sie bei der Abstimmung der Auspuffanlagen halfen. Sie berechneten alle Komponenten der Anlagen und entwickelten ein Auspuffsystem, das sich tatsächlich auch besser anhörte.

Die 250er Motorräder der Marke wurden mit den neuen Auspuffanlagen so erfolgreich, dass sie sogar die Rundenzeiten der großen 500er schlugen.

In den 1970er Jahren wurden dann vor allen die fahrtechnischen Möglichkeiten der Motorräder verbessert, das heißt, dass die Fahrwerke und Stoßdämpfer verbessert wurden. Zu dieser Zeit wurden die Motoren noch getrennt von den Rahmen getunt und es entstanden nur selten balancierte Fahrzeuge, deren Komponenten aufeinander abgestimmt waren.

Besonders in England wurden von der Firma Rickmann oder Harris qualitativ hochwertige Rahmen hergestellt, die mit leistungsstarken Motoren aus japanischer Herstellung ausgerüstet wurden. Für Rennfahrer waren die Rahmen aus englischer Produktion zu dieser Zeit die beste Wahl, weil sie leichter und präziser gefertigt wurden als die Rahmen aus Japan.

Die einzige Ausnahme machte der Schweizer Fritz Egli, der seit 1966 Rahmen für englische und japanische Motorräder baut. Viele Hersteller versuchten, seine vereinfachten Rohrrahmen nachzubauen, erreichten aber nie die Qualität des Vorbilds.

Auch Bimota startete zuerst mit der Entwicklung von Rahmen. Der Legende nach stürzte Massimo Tamburini mit einer Honda CB 750 durch das instabile Fahrwerk des japanischen Motorrads. Er entwickelte daraufhin einen Rohrrahmen für den Motor. Er war der erste der Honda Bimotas, die die Marke später berühmt machte,

Erst in den 1990er konnte im Rahmenbau ein großer Fortschritt gemacht werden, als Aluminium nutzbar gemacht werden konnte. Viele Unternehmen fingen in den 90er Jahren an, die Fahrwerkskomponenten der Motorräder zu verbessern und die Superbike und Supersport Serie trieben die Entwicklungen noch weiter an. Jetzt konnten Serienmotorräder in einer eigenen Klasse antreten, die stark modifiziert werden konnten. Die Hersteller begannen Motorräder zu entwickeln, deren Rahmen und Motoren bereits ab Werk für die Serie eingesetzt werden konnten.

In den 1990er Jahren startete auch das optische Tuning in der Motorrad-Industrie. Zuerst mit den leichten und stabileren Carbon Teilen, die lange Zeit nur mit Klarlack versehen wurden. Erst viel später konnte das Material auch für Räder und Fahrwerkteile verwendet werden, als der Preis des Materials dies erlaubte.